Pilgerwandern

IMPRESSUM: Private Homepage von Pfarrer Kai-Uwe Schroeter, Lehmberg 7, 34434 Borgentreich

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Wanderurlaub 2. - 6. 10. 17

"Auf stillen Pfaden"

Wanderurlaub vom 2.-6.10.17

Klosterregion Warburg - Weserbergland

Wandern und Pilgern

 

Was unterscheidet einen Pilger von einem Wanderer? Pilger wählen einen Weg mit einer symbolischen Be-deutung. Sehr beliebt sind historische Pilgerwege, die schon seit dem Hochmittelalter bekannt sind. Pilger haben ein Ziel, meist einen heiligen Ort oder eine Grabstätte. In der Vergangenheit waren es Orte wie Jerusalem, Rom oder Santiago de Compostela, die an-gesteuert wurden.

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die symbolische Bedeutung eines Weges nicht auf die historischen Pil-gerwege und Ziele begrenzt ist. Was Bedeutung für mich gewinnt, entspringt aus mir selbst. Ob ein Ort für mich heilig ist, also mit einer besonderen Gotteserfahrung verknüpft ist, entscheide ich für mich selbst. Manchmal geschieht dies in Übereinstimmung mit den Empfindungen anderer Pilger – und so entstehen gemeinsame Pilgerwege und Ziele. Es kann aber auch sein, dass ich ganz für mich persönlich Wege und Orte entdecke, die ich dann auch gern wiederholt gehe. Ich lege Wert auf die Natur, die Schönheit des Weges und spirituelle Motive.

Jeder Pilger kann seinen eigenen Pilgerweg erfinden. Er muss nur offen sein für die Dinge, die ihm begegnen können und die ihm bei seinem Nachdenken über seine Beziehung zu Gott förderlich sind. Letztlich unterscheidet den Pilger vom einfachen Wanderer seine innere Haltung beim Gehen. Der Pilger öffnet sich beim Wandern für die Suche nach Gott und dem Sinn des Lebens.

Auf meinem persönlichen Pilgerweg begegnen mir auch Menschen, Tiere, Bäume, Pflanzen und Ereignisse. Je länger die Reise dauert, umso mehr nimmt die Fähigkeit der Wahrnehmung zu. Ich werde aufmerksamer, es entsteht eine stärkere Selbstwahrnehmung und ich werde sensibler für Gott. Als gläubiger Mensch habe ich zusätzlich meinen Schatz an geistlichen Texten und Gebeten. Ich nehme eine klei-ne Bibel mit auf den Weg, meditiere in Pausen über Texte, spreche alte, bekannte Gebete oder formuliere neue Gebete in meinem Herzen. Ich spüre: Nicht nur meine physische Kraft wächst durch die Anstrengung des Wanderns, sondern ich gewinne auch neue psychische Kraft. Manchmal stellen sich Einsichten ein, die ich schriftlich festhalten möchte. Mein Pilgertagebuch hält diese Einsichten fest. Es wird zu einem schönen und nützlichen Andenken an meine Wegstre-cken.

 

Ein Beitrag von

Kai-Uwe Schroeter

Pfarrer im Altkreis Warburg

 

evangelischekircheninfo@gmail.com

Auf stillen Pfaden

Wanderurlaub 2017

Warburg - Weserbergland

2. - 6. Oktober 2017

Das Buch zum Pilgern

Das Buch "Pilgerwandern" mit meditativen Bildern und christlichen Texten von Kai-Uwe Schroeter

BILDERGALERIE

Bilder aus den Pilgerfreizeiten 2015 und 2016 in Pfronten / Allgäu

Kai-Uwe Schroeter

 

Pilgerwandern

Unterwegs sein und wahrnehmen -

Gott suchen und finden

 

BoD 2016

Das Buch ermutigt,

aus dem Alltag auszusteigen,

um ganz neu wieder

ins Leben einzusteigen.

 

"Meditative Fotos, theologische Besinnungen und Gebete verleihen dem Buch einen Tiefgang, der neue Wege des Glaubens eröffnet.“

Sound`n Scripture, Musik-Events-Medien

 

"Der Weg ist das Ziel" - für keine Reise trifft dieses Motto so zu wie für das Pilgern. Der Wanderer bewegt sich zu Fuß in der Natur. In der natürlichsten Art der Fortbewegung, in einem Umfeld, von dem er selbst ein Teil ist.

 

Ich empfehle deshalb, für das Pilgern Wanderwege auszusuchen, die einen besonderen landschaftlichen Reiz haben. Die meiste Zeit seiner Wanderschaft verbringt der Pilger auf dem Weg. Das gilt auch dann, wenn sein Ziel ein bekannter Wallfahrtsort ist. So mancher Pilger erkennt am Ziel seiner Reise: Der Weg war das eigentlich Ziel.

Weil der Weg das Eigentliche ist, lohnt es sich, diesen Weg bewusst auszuwählen. Idealerweise ist der Weg ein beeindruckendes Naturerlebnis, abwechslungsreich mit unterschiedlicher Vegetation. Für den gläubigen Menschen ist die Natur auch die Schöpfung Gottes. In ihr begegnet man auf Schritt und Tritt den Fußspuren des unsichtbaren Schöpfers – man muss nur seine Sinne für das Verborgene öffnen.

 

"Denn Gottes unsichtbares Wesen,

das ist seine ewige Kraft und Gottheit,

wird seit der Schöpfung der Welt

ersehen aus seinen Werken, wenn man sie wahrnimmt."

Römer 1,20

 

Ausstieg aus dem Hamsterrad

 

Pilgern eröffnet einen Weg, aus dem Hamsterrad des Lebens auszusteigen, das von den beiden Emotionen Angst und Gier angetrieben wird. Niemand wird leugnen, diese beiden Emotionen aus dem eigenen Leben zu kennen. Denken wir nur einmal an die Ängste, die uns beim Verlust des Arbeitsplatzes treffen oder bei Schicksalsschlägen, bei denen die ganze Familie be-troffen ist. Existenzängste gehen an die Substanz. Kann ich den Lebensunterhalt für mich und meine Familie aufbringen? Für manche Menschen ist es die einzige Sorge, die sie umtreibt. Solche Ängste können auch auftreten, wenn die Grundversorgung eigentlich gesichert ist. Rein rechnerisch wäre es für die meis-ten Menschen vom Geld her möglich, leben zu kön-nen. Aber nur theoretisch. Denn nun dreht sich dieses Hamsterrad, das man auch Teufelskreis nennen kann.

In unserer Gesellschaft dreht sich das Rad des Lebens gewöhnlich so, dass mit jedem eintretenden Verdienst die Lebensansprüche wachsen. Verpflichtungen wer-den eingegangen, sei es mit der Finanzierung eines Hauses oder Autos, dem Mietvertrag für eine Woh-nung oder für gestiegene Gesundheits– und Freizeitausgaben. Kiyosaki beschreibt diese Spirale nach oben als Gier. Man könnte es etwas harmloser auch als Ansprüche bezeichnen. Fallen die finanziellen Einnahmen plötzlich weg, lassen sich die Ansprüche nur schwer herunterschrauben. Manchmal lassen sich eingegangene Verpflichtungen nicht auflösen. In diesen Situationen stellt sich die Existenzangst ein. Durch eine Steigerung der finanziellen Einnahmen versuchen Menschen ihre Angst zu lindern. Aber ge-nau das stellt sich nicht ein. Das Geld beherrscht un-ser Leben, ohne dass wir es uns eingesehen. Und mit dem Geld — egal wie viel oder wie wenig wir davon haben — wächst die Gier. Du sollst nicht begehren – das Gebot warnt uns nicht nur vor dem Schielen auf fremdes Eigentum, sondern mahnt uns auch, unser Maß zu finden. Angst und Gier beschleunigen das Tempo im Hamsterrad des Lebens, aus dem wir aussteigen müssen. Wahrer Reichtum bedeutet nicht, immer mehr zu haben, sondern dieser Reichtum stellt sich ein, wenn wir es lernen, weniger zu begehren.

 

"Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt,

und wer Reichtum liebt,

wird keinen Nutzen davon haben.

Das ist auch eitel."

Prediger 5:9

 

Gott ist Geist und die ihn anbeten,

müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.

Das Gebet Dietrich Bonhoeffers

 

Herr Gott,

großes Elend ist über mich gekommen.

Meine Sorgen wollen mich erdrücken

ich weiß nicht ein noch aus.

Gott, sei gnädig und hilf.

Gib Kraft zu tragen, was du schickst.

lass die Furcht nicht über mich herrschen.

sorge du väterlich für die Meinen,

besonders für Frau und Kinder,

schütze sie mit deiner starken Hand

vor allem Übel und vor aller Gefahr.

Barmherziger Gott,

vergib mir alles, was ich an dir

und an Menschen gesündigt habe.

Ich traue deiner Gnade

und gebe mein Leben ganz in deine Hand

Mach du mit mir,

wie es dir gefällt und wie es gut für mich ist.

Ob ich lebe oder sterbe,

ich bin bei dir und du bist bei mir, mein Gott

Herr ich warte auf dein Heil und auf dein Reich.

Amen

 

Dietrich Bonhoeffer, Widerstand und Ergebung

 

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